MEDEA*

Nach Euripides

«Ich gehe bis zum Äussersten», sagt Medea – und sucht dahinter eine Welt, in der auch sie gemeint ist. Wie Gerechtigkeit herstellen, wenn alles aus dem Lot ist? Leonie Böhm nimmt gemeinsam mit der Schauspielerin Maja Beckmann und dem Musiker Johannes Rieder den Mythos und führt ihn über die Tragödie hinaus. Medea* erzählt von Widerstand und Radikalität. Aber auch von dem Wunsch sich zu erholen, zu verwandeln – und über sich hinauszuwachsen.

eingeladen zum Theatertreffen 2021

Schauspielhaus Zürich

Premiere: 19. September 2020, Schiffbau-Box Schiffbau-Box

Inszenierung Leonie Böhm

Kostüm Lena Schön, Helen Stein

Bühne Zahava Rodrigo

Musik Johannes Rieder

Dramarturgie Helena Eckert

Licht Michel Güntert

Mit Maja Beckmann, Johannes Rieder

Fotos © Gina Folly

Der Diener zweier Herren

NACH CARLO GOLDONI

IN EINER ENGLISCHEN BEARBEITUNG VON ANTÚ ROMERO NUNES

Beatrice reist als Mann verkleidet nach Venedig, um ihren Geliebten Florindo zu suchen. Ihr Diener Truffaldino tritt – ein Zufall will es – auch in Florindos Dienste. Rasch verstrickt sich Truffaldino in allerlei Schwierigkeiten und gerät so von einer zu Beginn schlicht schlechten Ausgangsituation (Hunger!) in immer kompliziertere Verwicklungen. Goldonis Anliegen war es, mit dem Diener zweier Herren ein Stück guter Unterhaltung zu bieten, dessen Kern keinerlei moralische Botschaft enthält, stattdessen jedoch reichlich komödiantischen Zündstoff. Regisseur Antú Romero Nunes spitzt Goldonis komödiantische Grundanordnung weiter zu, indem er den „Diener zweier Herren“ mit einem rein weiblichen Ensemble besetzt und damit weiter Verwechslungen und Doppelbödigkeiten herausfordert.

Original in Englisch mit deutschen Übertiteln.

Berliner Ensemble

Premiere: 9. Dezember 2021,

Inszenierung Antú Romero Nunes

Kostüm Lena Schön, Helen Stein

Bühne Matthias Koch

Musik  Anna Bauer, Arne Bischoff

Lichtdesign Rainer Casper

Dramarturgie Clara Topic-Matutin

Mit Constanze Becker, Stefanie Reinsperger, Judith Engel, Cynthia Miras, Lili Epply

Fotos © JR Berliner Ensemble